Kirchenchor St. Pius
Kirchenchor St. Pius

Heitere Anekdoten aus der Welt der Kunst

_______________________________________________________________________________________24.05.2022

 

In Wien wollte ein von sich sehr eingenommener Pianist unbedingt Beethovens Schüler werden.

Beim Vorspiel griff er mächtig in die Tasten. Nach wenigen Takten unterbrach Beethoven sein Spiel mit den Worten: „Ich habe nicht soviel Zeit, um Sie so lange zu unterrichten, bis Sie sehen, dass Sie nichts können.“

 

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Richard Strauß: „Was ein richtiger Musiker sein will, der muss auch eine Speisekarte komponieren können.“

 

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Ein aufstrebender Komponist übergab dem Dirigenten und Pianisten Hans von Bülow die Partitur seiner ersten Sinfonie mit der Bitte um Beurteilung.

Einige Tage später suchte er den Meister auf und erkundigte sich: „Gefällt Ihnen mein Werk?“

Boshaft versicherte Bülow: „Aber natürlich, ich habe es schon immer geliebt!“

_______________________________________________________________________________________26.04.2022

 

Gegen ein hohes Honorar erklärte sich der berühmte Sänger Enrico Caruso bereit, ein Hauskonzert bei einem Milliardär zu geben. Groß war sein Erstaunen, als er statt des erwarteten Kreises erlauchter Kunstkenner nur den Hausherrn selbst und seinen Dackel vorfand. Als echter Profi stimmte Caruso auch für dieses Publikum eine Bravour-Arie an. Kaum waren die ersten Töne erklungen, fing der Dackel wütend zu bellen an.

Caruso brach sein Stück verwirrt und ärgerlich ab. doch der Milliardär trat auf ihn zu , überreichte ihm das vereinbarte Honorar und meinte: „Danke Meister, aber ich musste einfach wissen, ob mein Hund auch dann bellt, wenn der große Enrico Caruso singt.“ 

 

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Als Mark Twain sich auf einer Vortragsreise befand, lief plötzlich das Gerücht um, er sei verstorben.

Daraufhin schickte er der Londoner Zeitung, die diese Nachricht verbreitet hatte, ein Telegramm:

„Nachricht von meinem Ableben stark übertrieben.“

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Eine Probe an der Wiener Staatsoper musste wegen technischer Probleme unterbrochen werden.

Gustav Mahler, der dirigierte, verlor sich während des Wartens  in seinen Gedanken und überhörte auch die Aufforderung, mit der Probe fortzufahren.

Als es ringsherum plötzlich still wurde, schreckte Mahler aus seinen Gedanken auf, klopfte mit dem Taktstock auf das Dirigentenpult und meinte zerstreut: „Herr Ober, die Rechnung bitte!“

_______________________________________________________________________________________19.04.2022

 

Auf einer Irland-Reise wurde Georg Friedrich Händel einige Tage aufgehalten. Da er trotz der unfreiwilligen Pause keine Zeit verschwenden wollte, wandte er sich an den Organisten des Städtchens mit der Frage nach einigen Choristen, die vom Blatt singen könnten. Der Organist schlug mehrere Sänger vor; unter anderem auch einen Buchdrucker, der eine schöne Bass-Stimme hatte. Bei den Proben versang dieser sich jedoch so eklatant, dass Händel ihn ärgerlich anfuhr: „Du Schuft, hast du nicht gesagt, du könntest vom Blatt singen?“ Der Bassist entgegnete schüchtern: „Das kann ich ja auch, aber doch nicht direkt beim ersten Mal.“

 

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Ein berühmter Dirigent zu einem Journalisten: „Wenn ich den Berliner Philharmonikern befehle, einen Schritt nach vorn zu machen, dann tun sie das. Befehle ich das dasselbe den Wiener Philharmonikern, folgen sie mir zwar, wollen aber anschließend darüber diskutieren, wieso...“

 

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Eine Sopranistin beklagte sich, sie habe den Einsatz in Masenets Don Quichote verpasst, „weil Mr. Chaliapin immer zu früh stirbt.“ „Madame, Sie müssen sich täuschen“, entgegnete der Dirigent Sir Beecham „für mich ist noch kein Opernstar auch nur halbwegs früh genug gestorben.“

_______________________________________________________________________________________12.04.2022

 

Während seiner Zeit in Amerika wurde Paul Hindemith von einem jungen, avantgardistischen Komponisten besucht, der ihm die Tonbandaufzeichnung eines seiner elektronischen Werke vorspielte. Hindemith hörte geduldig bis zum Ende des Stückes zu und erkundigte sich: „Ist das ihr letztes Werk?“ „Nein“, erwiderte der junge Mann. „Schade!“

 

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Hans Pfitzner, Komponist der Oper Der arme Heinrich wurde beim Essen nach einem Konzert fortwährend von einer Dame belästigt, die sich als seine Verehrerin ausgab, aber den Titel von Pfitzners Oper mit dem eines Romans von Gottfried Keller verwechselte.: „Ganz besonders liebe ich Ihre Oper Der grüne Heinrich!“ Pfitzner verzog keine Miene, bat aber seine Tischnachbarin: „Könnten Sie mir vielleicht den armen Salat anreichen?“

 

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Georg Hellmesberger wurde von einem Freund vorgeworfen: „Na, mein Lieber, für dieses Werk hast Du ja ganz schön von Mozart gestohlen!“ Gelassen erwiderte Hellmesberger: „Das mag sein, aber weißt du etwa einen Besseren?“

_______________________________________________________________________________________22.03.2022

 

Der Pianist Arthur Rubinstein entdeckte einmal während eines Konzertes eine friedlich schlummernde Dame in der ersten Reihe. Der donnernde Beifall am Ende des Stückes weckte sie sehr unsanft und sie schreckte hoch. Der Künstler beugte sich vor und entschuldigte sich bei ihr: „Madame, daran ist nur das heftige Klatschen schuld! Ich habe so pianissimo wie nur möglich gespielt!“

 

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Dem Dirigenten Hans Knappertsbusch wurde zeitlebens unterstellt, kein großer Freund langer Proben zu sein. Von ihm wird erzählt, er sei zur Probe einer Beethoven-Sinfonie, welche er abends dirigieren sollte, mit folgenden Worten erschienen: „Sie kennen das Werk, ich kenne das Werk. Auf Wiedersehen heute abend!“

 

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Ein Sinfonieorchester probte eine moderne Komposition. Die Musiker machten aus ihrer Abneigung kein Hehl. Gelassen erklärte der Komponist: „In fünfzig Jahren wird man meine Musik überall aufführen und verstehen.“ Darauf entgegnete ein Musiker ironisch: „Und warum müssen wir sie dann heute schon spielen?“

_______________________________________________________________________________________09.03.2022

 

Franz Liszt wurde nicht gern zum Vorspielen genötigt. So soll er einmal bei einer solchen Gelegenheit, vom Drängen eines Gastgebers an den Flügel getrieben, ein perlendes Glissando von einem Ende der Klaviatur bis zum andern vollführt und mit den Worten: „So, mein Dinner ist bezahlt“, das Haus verlassen haben.

 

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Als Max Reger noch unbekannt war und für seine Auftritte oft miserabel bezahlt wurde, unterschrieb er zum Scherz gern mit „Rex Mager“.

 

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Ein kräftig gebauter Komponist der jüngeren Generation spielte Guiseppe Verdi sein neustes Werk vor und bat den Meister anschließend um eine harte Beurteilung. „Bitten Sie mich lieber nicht um eine ehrliche Beurteilung Ihres Werkes“, entgegnete der Komponist zurückhaltend, „denn Sie sind viel größer und kräftiger als ich.“

_______________________________________________________________________________________22.02.2022

 

Eine wenig talentierte Gastgeberin sang zu Ehren des anwesenden Johannes Brahms deutsche Volkslieder. Bei dem Lied Wenn ich ein Vöglein wär’ hörte man den gequälten Brahms leise mitsingen: „…und ich ’nen Kater hätt’, den schickt’ ich dir!“

 

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Als ein neues Quartett von Haydn aufgeführt wurde, beschwerte sich der tschechische Komponist Leopold Kozeluch bei seinem Nachbarn Wolfgang Amadeus Mozart: „Ich hätte es niemals so gemacht!“ „Ich auch nicht“, antwortete Mozart „und wissen Sie, warum? Weil keiner von uns so eine gute Idee gehabt hätte!“ 

 

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Richard Wagner und Robert Schumann wurden einander vorgestellt. Nach einer angeregten Unterhaltung sagte Schumann später: „Wagner hat mir gut gefallen, aber er redet ununterbrochen.“ Wagner sagte hingegen über Schumann: „Ein großartiger Mensch dieser Schumann, aber er schweigt immer nur.“

_______________________________________________________________________________________08.02.2022

 

Ein Bewunderer von Richard Strauß zum Komponisten: „Ihre Alpensinfonie ist großartig. Im zweiten Satz gibt es eine Stelle, wo es mir eiskalt über den Rücken läuft. Was bedeutet diese Stelle?“

Strauß lächelnd: „Das ist die Stelle, wo dem Kurgast die Hotelrechnung vorgelegt wird!“

 

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Der Tenor Leo Slezak verhandelte mit einem bekannten Opernhaus über seinen Auftritt. Telegrafisch erhielt er das folgende Gagenangebot: „Hundert - Stop - Tausend Grüße.“

Slezak telegrafierte zurück: „Tausend - Stop - Hundert Grüße.“

 

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Ein junger Mann kam zu Johannes Brahms und wollte gerne bei ihm Klavierunterricht nehmen. Er spielte ihm vor und erkundigte sich anschließend, ob er Talent habe.

Brahms erwiderte: „Ja, Sie haben Talent - aber nur sehr wenig!“

_______________________________________________________________________________________25.01.2022

 

Johannes Brahms spielte im Freundeskreis seine Cello-Sonate mit einem Cellisten, der dem schwierigen Stück in keiner Weise gewachsen war. Verärgert über das schlechte Spiel des Cellisten spielte Brahms den Klavierpart lauter und lauter. In einer kurzen Pause des Cellos flüsterte der Cellist Brahms zu: 

„Spiel doch leiser, ich höre mich ja selbst nicht mehr.“ Brahms entgegnete: „Du Glücklicher!“

 

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Eine stolzgeschwellte Mutter fragte den Dirigenten und Pianisten Hans von Bülow: „Herr Professor, meinen Sie nicht, man müsste eine so herrliche Stimme wie die meiner Tochter unbedingt ausbilden lassen?“

Er entgegnete: „Ich würde Ihnen eher dazu raten, Ihre Tochter in einem Kolonialwarengeschäft unterzubringen. “Wie meinen Sie denn das?“ „Weil das Fräulein Tochter Rosinen im Kopf und saure Mandeln im Hals hat.“

 

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Der bekannte Geiger und Komponist Fritz Kreisler ging mit einem Freund spazieren. Gedankenverloren hielt er vor einem Fischgeschäft an und blickte auf die Fische in der Auslage mit ihren leeren Augen und den offenen Mäulern. Plötzlich ergriff er seinen Freund am Arm. „Um Gottes willen, ich hätte beinahe vergessen, dass ich heute Abend ein Konzert geben muss!“

________________________________________________________________________________________21.12.2021

 

Ein Tenor sang den Freischütz von Carl Maria von Weber höchst mittelmäßig. In der Wolfsschluchtszene sang er: „Weh mir, ich kann nicht hinab!“ Spottete der zufällig anwesende Josef Hellmesberger:

„Hinab kann er nicht, hinauf kann er nicht - und so was will ein Tenor sein!“

 

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Der Komponist Max Reger verrichtete in der Morgendämmerung an einer Hausmauer ein kleines Bedürfnis. Ein Polizist, der zufällig des Weges kam, forderte von ihm fünf Mark „Ordnungsstrafe“. Reger drückte dem Polizisten zehn Mark in die Hand mit den Worten: „Das ist für mich und für Sie. Jetzt dürfen Sie auch mal!“.

 

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Richard Strauß soll angeblich gesagt haben, als er anlässlich seines 80.Geburtstages ein Festkonzert der Wiener Philharmoniker dirigiert hatte: „Kinder, es ist wirklich schade, dass ich euch nicht mit ins Grab nehmen kann. Wir könnten dort so schön weitermusizieren.“

________________________________________________________________________________________14.12.2021

 

Franz Schubert bewies bei der Suche nach einem Verleger seiner Werke nur wenig Geschick. Deshalb schickten Freunde seine Vertonung von Goethes Erlkönig an den Verlag Breitkopf & Härtel. Da man dort nur einen Namensvetter kannte, der in Dresden Mitglied der Hofkapelle war, wandte man sich an diesen mit der Frage, ob es sich um seine Komposition handele. Voller Empörung wies er diese Vermutung zurück und versicherte, er werde in Erfahrung bringen, „von wem dieses Machwerk stammt“, und alles unternehmen, „diesen Kerl, der meinen Namen missbraucht, zu entdecken.“

 

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Ein Wiener Kleiderfabrikant, der sich selbst für einen begabten Pianisten hielt, wollte Hans von Bülows Urteil hören. Nachdem von Bülow einige Zeit zugehört hatte, legte er seinen Arm um die Schultern des

Möchtegern-Virtuosen und sagte: „ Kein Zweifel, Sie gehören ins Gewandhaus!“

 

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Der berühmte Violinist Fritz Kreisler ging Schlittschuhlaufen und fiel dabei des Öfteren hin. Ein freundlicher Herr fing ihn auf, als der ungeübte Kreisler wieder einmal stürzte. Dieser Herr erkannte Kreisler und sagte: „ich habe Sie gestern Abend spielen gehört, aber wissen Sie, Schlittschuhlaufen muss man lernen,

das ist nicht so leicht wie Violine spielen.“

________________________________________________________________________________________07.12.2021

 

Arturo Toscanini war der erste Dirigent, der komplett auswendig dirigierte. Er tat dies aufgrund seiner extremen Kurzsichtigkeit. Viele seiner Kollegen eiferten ihm daraufhin nach.

Otto Klemperer meinte einmal schlagfertig: „Dieser Mensch ist zu eitel, eine Brille zu tragen, und wir anderen müssen's jetzt ausbaden!“

 

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Der Bankier Goldschmidt hatte sich einmal in eine junge Malerin verliebt und erklärte ihr: „Es wäre mein größtes Glück, meine Tage an Ihrer Seite zu verbringen.“ - „Wie reizend Sie mir das sagen“, erwiderte die Künstlerin, „aber sehen Sie, was wird dann mit den Nächten?“

 

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Ein Freund beklagte sich bei Joseph Haydn über die Beschwerden des Alters. Der Komponist antwortete ihm: „Mein lieber Freund, ich kann Sie gut verstehen, denn mir geht es nicht besser. Aber glauben Sie mir, trotz allem ist das Altwerden immer noch die einzige Möglichkeit, lange zu leben.“

_________________________________________________________________________________________29.11.202

 

Der Komponist Robert Edler komponierte unter seinem eigenen Namen anspruchsvolle Chorsätze und verwendete für die eher volkstümlichen Kompositionen das Pseudonym Max Orrel. Als sein Chor einmal unter seiner Leitung einen Satz dieses unbekannten Orrel einstudierte, sagte einer der Sänger voller Begeisterung: „Du musst solche Sachen schreiben wie dieser Orrel. Das gefällt den Zuhörern. Und nicht dein krummes Zeug!“

 

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Der Komponist Anton Bruckner traf bei Freunden eine ehemalige, nicht besonders talentierte Schülerin wieder. Freundlich begrüßte er sie und wollte wissen: „Wie geht es Ihnen so? Musizieren Sie noch so viel wie früher?“ Die Frau meinte bedauernd: „Leider nein. Ich bin inzwischen verheiratet und dreifache Mutter, da komme ich einfach nicht mehr zum Spielen.“ Bruckner nickte und sagte verschmitzt: „Kinder sind doch ein wahrer Segen!“

 

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Ein junger Komponist fragte einst Wolfgang Amadeus Mozart um Rat,: „Wie kann ich es als Komponist schnellstens zur Meisterschaft bringen?“ Mozart antwortete: „Nur Fleiß und Ausdauer führen zum Ziel, weswegen Sie gründlich studieren müssen“ „Aber Sie haben doch schon als Kind komponiert“, entgegnete der Ratsuchende. „Das stimmt“, sagte Mozart, „aber ich habe auch niemanden gefragt, wie ich es machen soll.“

_________________________________________________________________________________________23.11.202

 

Ein junger Komponist schickte eines seiner Werke an Max Reger mit der Bitte um Beurteilung. Bald darauf besuchte er den Meister, um das Urteil zu erfahren. Dabei versicherte er: „Für den Fall, dass Ihnen meine Komposition nicht gefällt, ich habe noch weitere Eisen im Feuer.“ Spöttisch gab ihm Reger zur Antwort: „Dann nehmen Sie doch diese Eisen heraus und werfen stattdessen diese Komposition hinein!“

 

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Bei einer Cholera-Epidemie fragte man den Schriftsteller Guerreni: „Was tun Sie mit dem Wasser, um eine Ansteckung zu vermeiden?“ - „Ich lasse es eine Stunde kochen.“ - „Und dann?“ -- „Dann wird es sorgfältig sterilisiert“ - „Und dann?“ - „Dann trinke ich Lambrusco.“

 

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Der Komponist Josef Hellmesberger klärte einen ungeschickten Pianisten, der bei einer Prüfung die

d-Moll-Fuge von Johann Sebastian Bach auf die Tasten hämmerte, dass sich das Klavier bog, auf: „D-Moll hat mit demolieren nicht das mindeste zu tun!“

________________________________________________________________________________________07.11.2021

 

Der Dirigent Hans Knappertsbusch begegnete eines Morgens einem jungen Kollegen, der ihn selbstgefällig fragte: „Haben Sie gestern meinen Tristan gehört?“ Knappertsbusch entgegnete süffisant: „Ich wusste gar nicht, dass Sie auch einen geschrieben haben.“

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Eine junge Pianistin spielte dem Komponisten Josef Hellmesberger eine Sonate von Mozart auf einem bescheidenen Klavier vor. Anschließend bat sie ihn um seine fachmännische Meinung. Um nicht grob sein zu müssen, schob der Dirigent alle Schuld auf das Klavier. Die Mutter der Möchtegern-Pianisten bemerkte: „Ich werde das Instrument frisch befilzen lassen.“ Hellmesberger entgegnete: „Vielleicht lassen Sie es lieber besaitigen!“

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Der vor einigen Jahren verstorbene Dramatiker Yves Mixaude wohnte, schon  hochbetagt, einer Beerdigung bei. Bei dieser Gelegenheit sagte er: „Dies ist das letzte Mal, dass ich nur als Zuschauer dabei bin.“

________________________________________________________________________________________01.11.2021

 

Als 1805 der Tenor Hans Haydn, der Bruder des berühmten Komponisten starb, verbreitete sich das Gerücht, Josef Haydn sei gestorben. Die Feierlichkeiten zum Tode des großen Mannes waren bereits geplant - in Paris sollte eine Trauerkantate  von Cherubini und ein Violinkonzert nach Themen von Haydn aufgeführt werden - als sich der Irrtum aufklärte. Haydn meinte vergnügt: „Hätte ich von dieser Totenfeier gewusst, ich wäre nach Paris gefahren und hätte selbst dirigiert.“

 

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Degas hatte sein heute berühmtes Gemälde einer Tänzerin einst für einen Pappenstiel verkauft. Nun war er Zeuge, wie eben dieses Bild auf einer Auktion für fast eine halbe Million versteigert wurde. „Wie kommst du dir denn vor?“ fragte ihn ein Freund. Trocken erwiderte Degas: „Wie ein Pferd, das den großen Preis gewonnen hat. Das läuft für den Hafer.“

 

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Beethovens Bruder Johann erwarb in späteren Jahren ein kleines Landgut. Um Beethoven zu ärgern, unterschrieb er künftig seine Korrespondenz mit „Johann von Beethoven, Gutsbesitzer.“

Bis eines Tages eine Antwort mit folgender Unterschrift eintraf: „Ludwig van Beethoven, Hirnbesitzer“

________________________________________________________________________________________26.10.2021

 

Der Dirigent und Pianist Hans von Bülow besuchte ein Konzert eines jungen Komponisten. Nach seinem Eindruck befragt, sagte er nach der Aufführung: „Sagen Sie dem Komponisten bitte, für den Fall, dass ihm wieder etwas einfallen sollte, er möge sich auf keinen Fall die Mühe machen,  das auch noch niederzuschreiben.“

 

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Der englische Dirigent Sir Thomas Beecham: „Wirklich prominent ist man, wenn der Nachruf jederzeit druckfertig in der Redaktionsschublade liegt.“

 

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Gustav Mahler wurde gefragt, wie man komponiert. „Wie kann man mich so etwas fragen?“, war seine Antwort. „Wie macht man eine Trompete? Man nimmt ein Loch und wickelt Messing darum, genauso komponiert man.“

_______________________________________________________________________________________29.09.2021

 

Rossini und ein Freund gingen spazieren, als sie den Komponisten Meyerbeer trafen, der fragte: „Und, wie geht es Ihnen, Meister?“ „Sehr schlecht mein Freund; die Verdauung, Sie wissen. Ich fürchte, es geht zuende.“ Rossini und sein Freund gingen weiter und der Freund sagte: „Warum haben Sie derart gelogen. Sie waren niemals gesünder und reden vom Sterben.“

„Ach wissen Sie“, antwortete Rossini „es ist gelogen, das stimmt - aber es macht ihm doch so viel Freude...“

 

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Nach einem Bootsausflug mit der Pianistin Henriette Voigt, bei dem beide den ganzen Nachmittag geschwiegen hatten, soll Robert Schumann zum Abschied bemerkt haben: „Heute haben wir uns besonders gut verstanden.“

 

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Ein junger Kollege besuchte den berühmten Komponisten Gioacchino Rossini und ließ es sich nicht nehmen, dem verehrten Meister aus seinem neusten Werk, der Oper Die Wüste vorzuspielen und anschließend um seine Meinung zu bitten. Rossini hörte geduldig zu und meinte sodann: „Mein junger Freund, Ihre Oper sollte nicht Die Wüste heißen, sondern den Namen Der Boulevard tragen, denn dort trifft man auch andauernd alte Bekannte!“

________________________________________________________________________________________21.09.2021

 

Eugen d'Albert, Pianist und Komponist, liebte die Frauen. Es klopfte an seiner Hoteltür; draußen stand ein Page: „Eine Dame wünscht Sie unbedingt zu sprechen!“ Der Künstler fragte: „Ist sie jung? Ist sie hübsch?. „Der Page nickte: „Sehr jung! Sehr hübsch!“ „Schade“, seufzte d'Albert „dann sagen Sie ihr bitte, im Moment wäre ich gerade verheiratet, aber wenn sie ein andermal wieder vorbeikommen könnte...“

 

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In Gegenwart Ludwig van Beethovens wurde ein Komponist erwähnt, der zwar nicht gut, dafür aber viel komponierte. Ein Freund erwähnte, dieser Komponist arbeite nicht nur tagsüber, sondern auch bei Nacht. Beethoven bemerkte spöttisch: „Er ist eben ein guter Mensch, er stiehlt sich den Schlaf, um ihn anderen zu schenken.“

 

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Sir Thomas Beecham auf die Frage, wieso er keine weibliche Orchestermitglieder dulde: „Sind sie hübsch, dann lenken sie die Musiker ab, sind sie's nicht, irritieren sie mich.“

_______________________________________________________________________________________07.09.2021

 

Der berühmte Komponist Gioacchino Rossini war ein Freund guter Lebensart. Wegen gesundheitlicher Probleme suchte er einen Arzt auf. „Ihre Beschwerden“, sagte der Arzt „haben drei Ursachen: Wein, Weib und Gesang.“ „Ohne Gesang könnte ich auskommen“, bot der Komponist sofort an. „Notenlesen genügt mir“.

„Und welche von den beiden anderen würden Sie aufgeben können?“, fragte der Arzt.

„Ja, das Herr Doktor“ erklärte Rossini, „kommt ganz auf den Jahrgang an.“

 

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Jean-Philippe Rameau, der große französische Komponist, lag im Sterben. Ein Priester spendete ihm die letzte Ölung und stimmte anschließend einen Psalm an. Da öffnete Rameau ein letztes Mal die Augen und kritisierte: „Wie kann man nur so falsch singen!“

 

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Der Komponist Paul Hindemith war bei einem seiner Schüler zu Besuch. Da er unangekündigt erschienen war, war das Zimmer unaufgeräumt; überall lagen Partituren, Klavierauszüge, und andere Noten umher, darunter Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Brahms, Chopin und Tschaikowsky.

Im Scherz meinte Hindemith zu seinem Schüler: „Und ich dachte immer, Sie komponieren auswendig!“

_______________________________________________________________________________________17.08.2021

Nach der Wiener Premiere  der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner wurde der als Wagner-Hasser bekannte Eduard Hanslick von einem Wagner Verehrer nach seinem Urteil gefragt: „Wie hat es denn dem gestrengen Kritiker gefallen?“ „Teilweise gut, teilweise garnicht“, erwiderte Hanslick. „Und was hat Ihnen garnicht gefallen?“ erkundigte sich der Wagner-Jünger. Lapidar erklärte Hanslick: „Die Musik!“

 

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George Bernard Shaw: „Kritiker sind blutrünstige Leute, die es nur nicht bis zum Henker gebracht haben.“

 

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Maria Barbara, die erste Frau Johann Sebastian Bachs, war jung gestorben. Bach versank in seiner Arbeit, komponierte zurückgezogen in seinem Zimmer und war für niemanden zu sprechen. Da klopfte es, und man forderte von ihm Geld für das Begräbnis. Daran gewöhnt, dass alle häuslichen Dinge von Maria Barbara erledigt wurden, antwortete Bach ganz in Gedanken: „Wenden Sie sich an meine Frau!“

_______________________________________________________________________________________03.08.2021

Dem Komponisten und Dirigenten Albert Lortzing wurde nachgesagt, ständig pleite zu sein. Eines Tages soll ein Gläubiger ihn aufgesucht haben und mit den Worten „Morgen muss ich selber eine Schuld begleichen“ Geld von ihm gefordert haben. Lortzing erwiderte entrüstet: „Das ist ja wirklich allerhand! Sie machen Schulden und ich soll sie bezahlen!“

 

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Der Komponist Hans Pfitzner besuchte in fortgeschrittenem Alter auf eine Einladung hin ein Wiener Weinlokal. Seine besorgte Gattin, die des Meisters Schwäche für einen gute Tropfen nur allzu gut kannte, achtete besonders darauf, dass er nicht zuviel trank. Nach einigen Schoppen soll Pfitzner schwärmerisch bemerkt haben: „Kein Wunder, dass Schubert so herrliche Einfälle hatte, bei diesem Wein!“ Seine Gattin bemerkte: „Vergiss aber nicht, dass Schubert sehr jung gestorben ist!“ „Das kann mir wohl nicht mehr passieren“, entgegnete Pfitzner vergnügt.

 

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Josef Hellmesberger, Hofkapellmeister und Konzertmeister der Wiener Hofoper, spielte mit Freunden ein Streichquartett und ärgerte sich darüber, dass der im Publikum sitzende Lustspieldichter Eduard Bauernfeld während des Konzerts ständig mit seinem Nachbarn schwätzte und gelegentlich laut auflachte. In der Pause ging er zu ihm und sagte: „Wie können Sie in meinem Konzert lachen! Ich lache doch auch nicht in Ihren Lustspielen!“

_______________________________________________________________________________________13.07.2021

Rossini wettete mit einem Freund um einen Truthahn. Er gewann zwar die Wette, aber die Antwort des Freundes ließ auf sich warten. Auch als Rossini drängte, vertröstete sein Freund ihn immer wieder mit fadenscheinigen Ausreden, so etwa, die Trüffel seien noch nicht voll ausgereift und hätten noch nicht das beste Aroma. Darauf antwortete Rossini: „Lieber Freund, dass Gerücht von den Trüffeln hat der Truthahn erfunden, um sich zu retten! Glauben Sie ihm kein Wort und lassen Sie uns ihn endlich verspeisen!“

 

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Johannes Brahms auf die Frage, warum er nie geheiratet habe: „Es hat mich keine gewollt.

Und hätte mich eine gewollt, würde ich sie wegen ihres schlechten Geschmacks nicht nehmen.“

 

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Eugen d'Alberts dritte Ehe mit der Sängerin Hermine Finck stand unter keinem guten Stern.

In einem Konzert unter der Leitung ihres Gatten sang sie die Leonoren-Arie aus Beethovens Fidelio.

Bei der Textstelle „Abscheulicher, wo eilst du hin?“ soll Johannes Brahms zu seinem Nachbarn Hans von Bülow „Zur vierten!“ gesagt haben.

_______________________________________________________________________________________29.06.2021

Einige glühende Verehrer Rossinis wollten ihm noch zu Lebzeiten ein Denkmal in Paris setzen und sammelten eifrig Geld dafür. Als Rossini davon erfuhr, wollte er wissen: „Wie viel wird dieses Denkmal denn kosten?“ „Etwa 80.000 Franc.“ „Um Gottes willen“ sagte Rossini, „für die Hälfte stelle ich mich selbst auf den Sockel.“

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Ein mittelmäßiger Pianist wollte von Max Reger wissen, ob er in seinem Musikzimmer eine Büste Mozarts oder vielleicht doch lieber eine von Beethoven aufstellen solle.

Reger antwortete giftig: „Nehmen Sie Beethoven, der war taub!“

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Ein Klavierabend Carl Maria von Webers in einem kleinen Städtchen war sehr schlecht besucht.

Ein Buchhändler aus dem Städtchen tröstete den enttäuschten Weber:

„Ärgern Sie sich nicht zu sehr über das geringe Interesse. Ich kenne diese Stadt ganz genau.

Als ich vor zwanzig Jahren hier eintraf, haben die Leute noch gebellt!“

_______________________________________________________________________________________15.06.2021

Der Dirigent Hans Knappertsbusch wurde um seine Meinung über einen Kollegen gebeten, den er nicht besonders mochte. 
Die spitze Antwort: „Bei dem stimmt noch nicht einmal das Gegenteil von dem, was er sagt.“

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Der österreichische Komponist Anton Bruckner war ein zurückhaltender Mensch und vor allem Frauen gegenüber oft schüchtern. Einmal saß er schweigend neben einer Verehrerin. Endlich sprach die Dame ihn an: „Ihretwegen habe ich mich besonders schön angezogen, Herr Bruckner, und jetzt sagen Sie kein Wort!“

Darauf entgegnete er überrascht und ohne die Absicht, einen Scherz zu machen: „Von mir aus hätten Sie sich gar nichts anziehen müssen!“

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Joseph Hellmesberger besuchte einmal einen befreundeten Komponisten und blieb zum Mittagessen im Kreis der Familie. Nach dem Essen zog sich der Freund zum Arbeiten zurück.

Da sagte Hellmesberger: „Kinder, geht beten - der Vater geht stehlen!“

_______________________________________________________________________________________08.06.2021

Giacomo Puccini schickte jedes Jahr vor Weihnachten seinen Freunden einen Panettone. So ließ er auch Arturo Toscanini einen Kuchen schicken, und erst nachher fiel ihm ein, dass er sich doch mit dem Dirigenten gestritten hatte. Da er nicht wollte, dass Toscanini den Kuchen für ein Versöhnungsgeschenk oder gar ein Eingeständnis seiner Schuld nahm, schickte er sofort ein Telegramm des Wortlauts: „Panettone aus Versehen abgesandt.“

Am Tag darauf erhielt er von Toscanini die Antwort: „Panettone aus Versehen aufgegessen.“

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Eine Sängerin, deren Aussehen vor allem auf die Produkte der Kosmetik zurückzuführen war, klagte dem Dirigenten Hans von Bülow ihr Leid: „Ich habe ständig Ärger mit dem Direktor. Beim nächsten Streit werde ich ihm ungeschminkt die Wahrheit sagen!“ „Ungeschminkt?“ entgegnete von Bülow verschmitzt.

„Du lieber Gott, da wird der Herr Direktor aber einen fürchterlichen Schreck bekommen!“

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Max Reger trank gerne ein Gläschen über den Durst, eine Vorliebe, welche ihm von missgünstigen Neidern gerne zum Vorwurf gemacht wurde.

Scheinheilig wurde ihm einmal zum Erfolg einer neuen Komposition mit folgenden Worten gratuliert:

„Der Wein scheint Sie wieder einmal göttlich inspiriert zu haben!“

Regers Antwort lautete souverän: „Dann saufen Sie doch einfach auch!“

_______________________________________________________________________________________01.06.2021

Als Eugen d'Albert mit seiner vierten Frau auf Hochzeitsreise nach Italien war, logierten die Frischvermählten einige Tage in Wien. Der bekannte Pianist wollte dort seine Frau einigen Freunden vorstellen.

Johannes Brahms, der nicht in der Stimmung für einen geselligen Abend war, soll zu seinen Freunden gesagt haben: „Die vierte überspringe ich.“

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Am 15. Oktober 1880 klopfte ein Schauspieler an Offenbachs Pariser Apartment in der Nähe der Oper.

„Wie geht es ihm?“ fragte er den Diener. „Herr Offenbach ist tot; er starb in Frieden ohne etwas zu merken“, war die Antwort. „Oh“, seufzte der Schauspieler zerstreut, „er wird überrascht sein, wenn er’s herausfindet“

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Von Brahms wird berichtet, er habe sich nach einem besonders zankreichen Abend mit den Worten verabschiedet: „Sollte ich irgendjemand aus Versehen nicht beleidigt haben, bitte ich um Entschuldigung.“

_______________________________________________________________________________________18.05.2021

Franz Lehar wurde als Sachverständiger gebeten, den Plagiatsstreit zweier Operettenkomponisten zu schlichten. Nach Prüfung der in Frage kommenden Werke lautete sein Urteil: „Der Geschädigte ist keiner von beiden, sondern Jacques Offenbach.“

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Ein großes Theater suchte noch einige junge Damen für den Chor. Der Direktor betrachtete die Bewerbungsfotos und bestellte daraufhin eine Kandidatin für den nächsten Tag. Als die Dame eintrat, sah er nur kurz von seiner Arbeit auf und meinte: „Sie kommen leider viel zu spät!“ „Wieso“, fragte die Bewerberin erstaunt. „Ich bin doch ganz pünktlich.“ „Sie hätten damals kommen müssen, als das schöne Foto von Ihnen gemacht wurde.“

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Während einer Konzerttournee der Beecham Opera Company bat einer der Solisten den Dirigenten Sir Thomas Beecham, doch netterweise zur Schulabschlussfeierfeier seines Sohnes mitzukommen. Unvermeidlicherweise wurde der Knabe Sir Thomas präsentiert. „Kannst du denn auch singen, mein Junge?“, fragte Sir Thomas. „Nein, Sir“, war des Knaben Antwort. „Aha“ murmelte Sir Thomas. „Das liegt in der Familie.“

_______________________________________________________________________________________04.05.2021

Der Komponist Christoph Willibald Gluck hatte einst bei den Proben zur Iphigenie in Aulis große Mühe mit dem Sänger des Agamemnon, dessen Schauspielkunst Gluck einfach nicht zufriedenstellte. Beruhigend meinte der Sänger: „Warten Sie erst mal ab, bis ich mein Kostüm anhabe und Sie werden mich nicht wiedererkennen.“ Als Agamemnon bei der Generalprobe in vollem Kostüm gerade seine erste Arie begann, kam es vom Dirigentenpult: „Freundchen, dich erkenne ich überall wieder!“

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Der Dirigent und Komponist Max Reger war zu einer Abendgesellschaft eingeladen, bei der eine junge Dame aus vornehmem Hause den Flügel traktierte. Da ihr Aussehen attraktiver war als ihr Spiel, raunte Reger seinem Nachbarn zu: „Wenn sie keinen Flügel hätte, wäre sie ein Engel!“

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Johannes Brahms gab einem Schüler Anweisungen zur Interpretation eines Schubert-Liedes: „Zu dieser Komposition wurde Schubert durch den Gedanken an eine geliebte Frau inspiriert. Spielen Sie also entsprechend.“ Kurz nachdem der Schüler zu spielen begonnen hatte, winkte Brahms bereits ab. „Sie haben mich völlig falsch verstanden“, sagte er, „es geht um eine Geliebte, nicht um die Schwiegermutter!“

_______________________________________________________________________________________20.04.2021

Eine junge Dame der Gesellschaft besuchte eine Orchesterprobe. Max Reger studierte ein eigenes Werk ein. Eine Fagottpassage musste häufiger geprobt werden. Nach der Probe fragte die Dame Reger: „Sagen Sie, werden diese seltsamen Töne tatsächlich mit dem Mund hervorgebracht?“ Reger erwiderte trocken: „Das will ich doch stark hoffen!“

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Ein junger Komponist kam zu Franz List und spielte ihm eine selbstkomponierte Sonate vor mit dem Hinweis, er wolle zwar eigentlich ein berühmter Pianist werden, schreibe jedoch auch ab und zu. List hörte ihm beim Spielen zu, blätterte einen Moment in den überreichten Manuskripten und erwiderte boshaft: „Soso, auch zu?“

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Giacomo Puccini bat einen seinerzeit erfolgreichen Bühnenschriftsteller, um ein Libretto. Der berühmte Schriftsteller antwortete dem damals noch unbekannten Puccini: „Ich werde nicht mit Ihnen zusammenarbeiten, denn bekanntlich können ein Pferd und ein Esel nicht denselben Wagen ziehen.“ Der erboste Puccini antwortete schlagfertig: „Meister, ich verstehe voll und ganz, dass Sie für einen unbekannten Neuling kein Libretto schreiben wollen; möchte mir aber trotzdem verbitten, von Ihnen als Pferd bezeichnet zu werden.“

_______________________________________________________________________________________ 06.04.2021

Ein Schüler besuchte Rossini zum Unterricht und fand den Meister am Klavier sitzend vor, wo er gerade die Ouvertüre zu Wagners Tannhäuser mit fürchterlichen Misstönen grausam entstellte. Bei näherer Betrachtung fiel dem Schüler auf, dass die Noten des Klavierauszugs auf dem Kopf standen. 

Auf entsprechenden Hinweis antwortete Rossini: „Ich weiß, ich habe es schon andersherum probiert, aber da klingt es auch nicht besser.“

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Ein Freund namens Fuchs zeigte dem Komponisten Joseph Hellmesberger die Partitur seines neuesten Werkes. Nach einem kurzen Blick meinte der immer ehrliche Hellmesberger in Umänderung eines bekannten Kinderliedes: „Fuchs, die hast du ganz gestohlen!“

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Karl Friedrich Zelter, der Leiter der Berliner Singakademie, wurde von einem aufstrebenden Komponisten besucht, der ihm sein neustes Werk vorspielte. Mitten im Vortrag des Kollegen stand Zelter plötzlich auf, öffnete das Fenster und ließ einen Schwall kalter Winterluft ins Zimmer. Auf den besorgten Blick des anderen entgegnete er: „Nur keine Sorge, ich schlafe stets bei offenem Fenster.“

_______________________________________________________________________________________ 23.03.2021

Prüfungen der Violinisten am Konservatorium. Die Mutter eines Prüflings hatte Professor Josef Hellmesberger eine leckere gebratene Ente geschickt. Der Sohn spielte erbärmlich. Hellmesberger drückte trotzdem beide Augen zu und gab sein Urteil ab: „Ente gut, alles gut!“

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Rudyard Kipling wurde eines Tage von einer Zeitung fälschlicherweise totgesagt. Der Dichter, der auf diese Zeitung abonniert war, las die Nachricht höchst erstaunt beim Frühstück. Sogleich schrieb er an den Chefredakteur: „Eben lese ich in Ihrer Zeitung, dass ich gestorben bin. Vergessen Sie nun bitte nicht, mich unverzüglich von Ihrer Abonnentenliste zu streichen.“

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Der Dirigent Hans Knappertsbusch besuchte ein Konzert unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler. Danach fragte ihn ein Musiker, ob es ihm gefallen habe. Knappertsbusch, der Furtwängler nicht besonders liebte, soll geantwortet haben: „Leider gut.“

_______________________________________________________________________________________18.03.2021

Der irische Dramatiker und Musikkritiker George Bernard Shaw über die singenden Ärzte bei einem Chorkonzert: „Diese Ärzte sollten wieder einmal an ihre Schweigepflicht erinnert werden.“

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Der berühmte Schauspieler Ludwig Devrient geriet einmal in einen heftigen Streit  mit seinem Direktor. Als Devrient dabei gar zu grob wurde, antwortete der Direktor scharf: „Sie scheinen nicht zu wissen, wen Sie vor sich haben!“ - „Das weiß ich ganz genau“, erwiderte der aufgebrachte Mime, „Den Pächter meines Talents!“

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Hans von Bülow hielt nicht viel von Gesangslehrern und verbreitete folgenden Bonmot (witzige, geistreiche Äußerung): „Der eine Gesangslehrer hält den anderen für einen Trottel, der andere seinen Kollegen für einen Scharlatan: Beide haben recht!“

_______________________________________________________________________________________03.02.2021

Der Konzertmeister der Wiener Hofoper, Josef Hellmesberger, wurde einmal engagiert, in einer österreichisch-ungarischen Provinzstadt eine neue Operette aus der Taufe zu heben. Sein Kommentar über das Kunstwerk: „Der Mangel an Blech im Orchester wurde durch das Textbuch vollständig ausgeglichen.“

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Der Dirigent und Komponist Wilhelm Furtwängler soll sich über einen bekannten Violinenvirtuosen abfällig geäußert haben: „Ich bewundere den Mann; er spielt die leichtesten Stücke mit den größten Schwierigkeiten.“

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Als in Wien eine Lehrerversammlung tagte und am Abend die Vorstellung in der Hofoper besuchte, sagte Josef Helmesberger zu seinen Kollegen: „Ich habe die Oper schon voller gesehen als heute, ich habe sie auch schon leerer gesehen, -  aber voller Lehrer sehe ich sie heute zum ersten Mal.“

________________________________________________________________________________________11.01.2021

Der Komponist Arnold Schönberg malte seit vielen Jahren nebenbei, als er endlich einen Galeristen zu einer Ausstellung überreden konnte. Ein Kritiker schrieb über diese Ausstellung: „Arnold Schönbergs Musik und seine Bilder - sie werden Ihre Augen und Ohren gleichzeitig zerstören.“ 

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Eine skandalumwitterte Wiener Soubrette trug sich im Alter mit dem Plan, einen autobiographischen Roman zu verfassen. Sagte ihre Freundin: „Es wird nicht leicht für dich sein, wenn du auch über deine intimeren Erlebnisse die Wahrheit sagen willst.“ Habe keine Sorge entgegnete sie: „Ich gebe ja nur ein Brustbild.“

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Jemand sagte zu dem Schaupieler, Drehbuchautor und Dramatiker Sacha Guitry: „Schlechte Schriftsteller sind mitunter gute Kritiker.“ - „Ja, ja, aber das ist auch gar nicht weiter verwunderlich, denn schlechte Weine ergeben manchmal den besten Essig.“

_______________________________________________________________________________________29.11.2020

Die arrogante und egozentrische Art des Dirigenten George Szell machte ihm keine Freunde. Ein Bekannter sagte zu Rudolf Bing, dem Manager, Szell sei selbst sein schlimmster Feind. „Aber nicht, solange ich lebe“, war die Antwort.

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Ein berühmtes Streichquartett gastierte in einer winzigen Stadt Ostfrieslands und wurde sehr gefeiert. Nach dem Konzert hielt der Bürgermeister eine Rede „Sie werden vielleicht denken, wir hätten hier oben keine Kultur. Wir finden es prima, dass Sie uns heute nur zu viert etwas vorgespielt haben, aber wir hoffen, dass Sie wiederkommen - und bis dahin Ihr kleines Orchester haben vergrößern können.

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Der englische Dirigent Malcolm Sargent erzählte einmal im Freundeskreis von seiner Tournee durch Israel, auf der er einiges erlebt hatte. „Auf einem Spaziergang wäre ich beinahe getötet worden! Banditen haben zwei Revolverschüsse auf mich abgefeuert!“ - „Man sollte es nicht für möglich halten“, brummte Sir Thomas Beecham, sein schärfster Konkurrent, „dass selbst Banditen so viel von Musik verstehen!“

_______________________________________________________________________________________23.11.2020

Ein Kritiker erzählte Max Reger, er habe Richard Wagner mit zu Grabe getragen, woraufhin Reger spöttisch entgegnete: „Leider war Wagner tot und konnte sich nicht mehr dagegen wehren.“ Der zutiefst beleidigte Kritiker versicherte Reger, dass er zu seiner Beerdigung auf jeden Fall nicht erscheinen werde. Regers spöttische Antwort lautete: „Das können Sie halten wie Sie wollen; ich würde jedenfalls gern zu Ihrer Beerdigung gehen.“

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Ein minder talentierter, aber zum Ausgleich sehr von sich überzeugter Sänger gab einmal Enrico Caruso gegenüber mit dem Erfolg seines letzten Konzertes fürchterlich an: „Unglaublich, wie meine Stimme den riesigen Saal bis in die letzte Ecke füllte!“ Darauf Caruso: „Davon habe ich auch schon gehört. Freunde sagten mir, Ihre Stimme sei sogar so riesig gewesen, dass ein Großteil des Publikums den Saal verlassen musste, um ihr Platz zu machen.“

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In der Wiener Hofoper trat eine Sängerin mit außergewöhnlich dünner Stimme auf. Sagt ein Zuhörer zum anderen: „Dieser Frau würde ich unbedenklich jedes Geheimnis anvertrauen.“

_______________________________________________________________________________________06.10.2020

Die Spieler eines Streichquartetts waren im Zusammenspiel beträchtlich auseinandergeraten.

Einer der Konzerthörer im Saal fragt, freundlich lächelnd, seinen Nachbarn: „Auf wen setzen Sie?“

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Vor vielen Jahren wurden die Wiener Philharmoniker von einem begüterten, aber nicht besonders befähigten Dirigenten für ein Konzert verpflichtet, das auch vom Rundfunk übertragen werden sollte. Nach der Generalprobe hielt der Dirigent eine jener sinnlosen Ansprachen, die den Orchestermusikern mit Recht auf die Nerven gehen: „Meine Herren, ich danke Ihnen herzlich. Bitte, passen Sie heute abend besonders auf und machen Sie mir die Freude, gerade heute Ihr Bestes zu geben. Mein liebes Mütterlein befindet sich nämlich auf der Reise von den USA auf hoher See und wird sich auf dem Schiff das Konzert im Rundfunk anhören!“

Als es abends beim Konzert  durch die Schuld des Dirigenten einen gehörigen „Schmiss” gab, bemerkte der Solobratscher, deutlich vernehmbar, zu seinem Pultnachbarn: „So, und jetzt kotzt das liebe Mütterlein.“

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Drei weibliche Mitglieder der Bayreuther Bühnenfestspiele sprechen von ihrer Vergangenheit: „Ich habe meinem Gatten vor der Ehe alles gestanden“, sagte die eine.
„Da gehört Mut dazu“, meinte die zweite. „Und ein gutes Gedächtnis“, setzte die dritte hinzu.

_______________________________________________________________________________________29.09.2020

Auf einem Empfang des Wiener Burgtheaters, bei dem der Komponist Eugen d'Albert seine fünfte Frau der Gesellschaft vorstellte, meinte der Direktor desselben: „Verehrter Meister, Sie haben uns selten eine so charmante Gattin vorgestellt!“

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Der Schriftsteller Knut Hamsun kehrte von seinem ersten Besuch Frankreichs aus Paris zurück. Ein Freund fragte: „Sicher hatten Sie in der ersten Zeit Schwierigkeiten mit Ihrem Französisch?“ 
„Ich nicht“, erwiderte der Dichter, „aber die Franzosen.“

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Der französische Komponist Gounod schrieb: „Es gibt drei Dinge, die man seinem Nächsten nie verzeiht: das Gute, das er einem getan hat, das Schlechte, das man ihm angetan hat, und das Schlechte, das man ihm nicht hat antun können!“

_______________________________________________________________________________________22.09.2020

Ein Kritiker schrieb nach einem Konzert mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Max Reger in der Zeitung, man habe das Blech viel zu laut gehört. Regers Antwort kam auf einer Postkarte bereits am nächsten Tag: „Sehr geehrter Herr, Sie haben völlig recht, Blech darf man nicht hören, sondern nur schreiben.“

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Der Tenor Josef Schmidt, blutjung, aber schon bekannt, besuchte den Presseball in Berlin. Ein schönes Fräulein erregte seine Aufmerksamkeit, er stellte sich ihr vor und bat um den nächsten Tanz. Die junge Dame aus „bester“ Gesellschaft musterte ihn herablassend durch ihren Fächer: „Mit Kindern tanze ich nicht.“
Schmidt stutzte, lächelte: „Verzeihung, meine Gnädige, ich hatte keine Ahnung, dass Sie ein Kind erwarten.“ Verbeugte sich tief und schritt davon.

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Eine Autographensammlerin bestürmt Herbert von Karajan nicht nur um ein Autogramm, sondern um zwei, die er nach einigem Widerstreben gibt. Auf seine Frage, warum Sie denn durchaus zwei Autogramme haben wolle, antwortet sie : „Ja, für zwei Karajan bekomme ich einen Bernstein.“

_______________________________________________________________________________________13.09.2020

Der bekannte Inhaber eines Frankfurter Lebensmittelgeschäfts traf den Komponisten Paul Hindemith während der Zwanziger Jahre am Vortag zu einer Opernpremiere und begrüßte ihn lächelnd: „Na, Herr Hindemith, morgen haben Sie ja große Premiere. Hm - wissen Sie nicht, wo man faule Eier kaufen kann?“
„Natürlich weiß ich das. Gehen Sie in Ihr Geschäft und verlangen Sie frische!“

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Liszt war achtzig Jahre alt, als er einer Schönheit den Fächer aufhob. Diese war ungezogen genug, seine Höflichkeit mit einer verächtlichen Bemerkung aufzunehmen, worauf Liszt bemerkte: „Aber meine Gnädigste,wirklich! Sie verschwenden Ihre Kälte.“

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Eine sehr von sich eingenommene, reiche und nicht gerade mit Schönheit gesegnete Dame erschien bei Franz von Lenbach, um sich porträtieren zu lassen. „Aber das Bild muss ähnlich und wirklich schön sein“, betonte sie. Lenbach aber antwortete seelenruhig: „Ja, meine Dame, für eins von beidem müssen Sie sich schon entscheiden.“

_______________________________________________________________________________________03.09.2020

Vor dem berühmten Dirigenten Toscanini stand ein von sich mächtig eingenommenes, auch sonst mächtiges Exemplar von Sängerin, die nach einigen Zurechtweisungen des Maestros explodierte:
„Ich will Ihnen mal etwas sagen, Mister Toscanini. Schließlich bin ich eine weltberühmte Primadonna.“
Der Meister grinste. „Sorgen Sie sich nicht, meine Gnädigste. Dieses Geheimnis ist bei mir gut aufgehoben.“

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Während einer langen Unterhaltung am Telefon ging der britische Dirigent Sir Thomas Beecham mit einem alten Freund die Reihe der bedeutenden englischen Komponisten seit Henry Purcel durch. „Und was ist mit Elgar?“ unterbrach ihn der Freund. „Was soll mit ihm sein“ sprach Sir Thomas. „Ist er etwa krank?“

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Der Dirigent und Pianist Hans von Bülow konnte sehr „charmant“ sein. So werden ihm auch die folgenden Sprüche zugeschrieben. Über eine bekannte Sängerin: „Sie singt durchaus nicht so schön, wie sie ist.“

Und über einen Dirigenten: „Er ist nicht so übel, wie einem wird, wenn er dirigiert.“

_______________________________________________________________________________________25.08.2020

Bei einer Premiere sah der Komponist Josef Hellmesberger einen Kritiker, der sein Urteil immer erst nach dem aller seiner Kollegen abgab. Spöttisch bemerkte er: „Was würde er darum geben, wenn er heute schon wüsste, wie ihm morgen die Oper gefallen haben wird!“

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Eine Zeit lang war man in England und anderswo der Meinung, niemand außer dem Dirigenten Sir Thomas Beecham wäre in der Lage, Mozarts Werke mit größerem Witz und größerer Delikatesse  zu Gehör zu bringen - und Sir Thomas selbst teilte diese Meinung in vollem Maße.  Nach einer dieser herrlichen, bejubelten Aufführungen erschien der Budapester Dirigent Fritz Reiner in seinem Künstlerzimmer. „Ich wollte Ihnen Dank sagen“, sagte er „für diesen herrlichen Abend mit Mozart und Beecham.“
Sir Thomas verzog die Nase. „Was wollen Sie Mozart da mit hineinziehen.“

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Josef Hellmesberger, Hofkapellmeister und Konzertmeister der Wiener Hofoper, wurde eines Tages von einem Kollegen gefragt, was denn der gefürchtete Kritiker Eduard Hanslick zur Zeit mache. Darauf Hellmesberger: „Hanslick ist leberleidend nach Karlsbad gefahren, aber leider lebend zurückgekommen.“

_______________________________________________________________________________________20.08.2020

Ein auswärtiger Gast sang die Partie des Lohengrin unter dem Dirigenten Hans Knappertsbusch grundsätzlich fast einen halben Ton zu tief. Nach der Vorstellung fragte der eitle Tenor: „Herr Professor, ich hoffe, dass Sie mit mir zufrieden waren!“ Knappertsbusch guckte aus dem Fenster und brummte:
„Ich wundere mich nur, wie Sie mit einem solchen Sauorchester singen konnten, das fortwährend einen halben Ton zu hoch spielt!“

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Brahms wurde von einem jungen Komponisten eine Sinfonie zur Begutachtung zugesandt. Der sehr bescheiden gehaltene Begleitbrief gipfelte in dem Schlusssatz: „Wenn Sie etwas an meiner Partitur auszusetzen haben, dann dürfen Sie mir ruhig die Wahrheit sagen. Nie fühle ich mich mehr geadelt, als wenn ein weiser Mann mich tadelt.“ Brahms sandte die Partitur mit der Bemerkung zurück:

„Ich würde Sie am liebsten mindestens zum Großherzog machen.“

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Aus verschiedenen Gründen konnte der Dirigent Arthur Nikisch zwei Bratschisten, die Meier und Müller hießen und nebeneinander am Pult saßen, nicht leiden. Als Nikisch eines Morgens das Gewandhaus betritt, naht sich ihm der Orchestervorstand mit ernstem Gesicht und teilt mit:

„Herr General, ich muss Ihnen die traurige Mittelung machen, dass unser lieber Kollege Meier vom dritten Bratschenpult heute nacht verstorben ist.“- „Und der Müller?“ fragte hoffnungsvoll Nikisch.

_______________________________________________________________________________________13.08.2020

Josef Haydn führte keine besonders glückliche Ehe. Seine Frau galt als streitbar, herrschsüchtig und hatte keine Beziehung zur Musik, die Haydn so viel bedeutete. Schließlich entschlossen beide sich einvernehmlich, getrennt zu leben. Ein Freund entdeckte eines Tages  ein großes Bündel ungeöffneter Briefe auf Haydns Schreibtisch.  Auf die Frage nach dem Inhalt dieser Briefe erklärte der Komponist: „Das sind alles Briefe von meiner Frau.

Ich habe diese Briefe nie gelesen. Aber das macht nichts, denn sie liest meine auch nicht.“

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Ein schwerkranker Freund des Cellisten Emanuel Feuermann bat ihn, doch bei seiner, des Kranken, Leichenfeier zu spielen. Feuermann, mit seinen Gedanken ganz woanders, erwidert mit freundlichem Nicken des Kopfes: „Gern. Was wollen Sie hören?“

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Kaiser Wilhelm II soll nach einer Aufführung von Richard Strauss' Salome zu einem Freund gesagt haben: „Es tut mir leid, dass Strauss das komponiert hat; ich habe ihn eigentlich gern, aber mit diesem Stück wird er sich furchtbar schaden.“ Als Strauss davon hörte, meinte er gelassen: „Von diesem Schaden konnte ich mir die Garmischer Villa kaufen.“

_______________________________________________________________________________________04.08.2020

Der Komponist Eugen d'Albert war in vierter Ehe mit der Pianistin und Komponistin Teresa Carreno verheiratet. Verkompliziert wurde die Lage dadurch, dass die beiden sowohl Kinder aus früheren Ehen, als auch gemeinsame Kinder hatten. Von Teresa Carreno ist der Ausspruch überliefert: 

„Eugen, komm schnell, deine Kinder und meine Kinder verprügeln unsere Kinder!“

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Mark Twain wurde einmal nach seinen Ansichten über Himmel und Hölle befragt. „Ich bedaure“, erklärte er, „darüber kann ich mich nicht äußern…Ich habe Freunde an beiden Orten.“

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Kurz nach Giacomo Meyerbeers Tod komponierte sein junger Neffe einen Trauermarsch, den er zur Begutachtung Rossini vorspielte. „Sehr schön, sehr schön“, sagte Rossini, nachdem der junge Mann sein Vorspiel beendet hatte, „aber wäre es nicht besser gewesen, Ihr wäret gestorben und euer armer Onkel hätte den Marsch komponiert?“

_______________________________________________________________________________________28.07.2020

Rossini verbrachte die letzten Jahrzehnte seines Lebens als Feinschmecker und begeisterter Koch. Einmal war er bei einer Pariser Gräfin zu einer musikalischen Soirée mit anschließendem Abendessen eingeladen. Zu Rossinis großer Enttäuschung bestand das Diner aus wenigen Gängen mit sehr kleinen Portionen. 

Als die Gastgeberin zum Abschied ihrer Hoffnung Ausdruck gab, dass der berühmte Komponist bald wieder bei ihr speisen möge, antwortete Rossini: „Wenn es Ihnen nichts ausmacht, dann sofort.“

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Eines Abends irrte Alexander der Jüngere hinter den Kulissen eines Theaters umher und plauderte mit einer sehr witzigen, lebhaften und schlagfertigen, aber sehr mageren Schauspielerin. Plötzlich zog er eine Visitenkarte aus der Tasche und ließ sie der Schauspielerin in den Ausschnitt gleiten. „Was machen Sie denn da, Herr Dumas?“ sagte die Bühnenkünstlerin geziert; denn sie hielt das Späßchen für eine Galanterie.

„Mein Fräulein“, erwiderte der Schriftsteller, „wenn ich jemanden besuchen gehe, und ihn nicht antreffe, lasse ich meine Karte dort.“ 

_______________________________________________________________________________________20.07.2020

Max Reger trug einige seiner Werke in kleinem Kreis vor. Nach dem Konzert sprach die Gastgeberin, die in dem Komponisten eine verwandte Sammlerseele wusste, fortwährend über ihre Sammlung von Musikantiquitäten und nannte dabei die erstaunlichsten Dinge wie den Knauf eines Spazierstocks von Franz Liszt oder eine Locke der Perücke Georg Friedrich Händels.

Reger hörte gespannt zu und stellte fest: „Auch ich besitze einige wertvolle Stücke.

Das Wertvollste ist jedoch ohne Zweifel ein Loch aus der Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart.“

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Franz Liszt sollte ein Konzert dirigieren, war aber in Verlegenheit, denn auf der Partitur, die er auf den Stuhl gelegt hatte, saß eine dicke Baronin. Liszt sagte zu ihr :

„Verzeihung, aber die Partitur, auf der Sie sitzen, ist nicht für Blasinstrumente bestimmt.“

_______________________________________________________________________________________12.07.2020

Noch als 60jährige sang die berühmte Sopranistin Lola Artot de Padilla den Part der Rosine in Rossinis „Barbier von Sevilla“. Jemand fragte den Dirigenten und Pianisten Hans von Bülow nach seinem Urteil. „Das ist schon keine Rosine mehr“, sagte er lächelnd, „das ist schon mehr eine Backpflaume.“

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Ein Neffe Tolstois las ihm eines Tages schlechte Verse vor, die er eben verfasst hatte. Es war mitten im Winter. Das Zimmer war sehr kalt, und der große Dichter fror schrecklich beim Zuhören. Schließlich hatte der junge Poet seine Vorlesung beendet und bat seinen Onkel um sein Urteil. „Wahrhaftig“ sagte Tolstoi, „eins ist sicher: wenn mehr Feuer in deinen Versen wäre oder mehr von deinen Versen im Feuer, hätten wir es hier nicht so kalt.“

_______________________________________________________________________________________06.07.2020

Der persönliche Zauber wie sein Talent trugen Johann Strauß viele Erfolge bei den Frauen ein. Bei einer Russland-Tournee wurde er von einem russischen Offizier gefordert, der erfahren hatte, dass seine Frau jeden Tag dem „Walzerkönig“ Blumen schickte. Strauß führte den Eifersüchtigen in sein Hotel und durch vier große, mit Blumen gefüllte Räume.
„Wollen Sie bitte die Blumen Ihrer Frau Gemahlin heraussuchen“, sagte Strauß ruhig.

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Eine Dame hatte Ingres gebeten, sie mit ihrem Söhnchen zu porträtieren. Der Maler übernahm den Auftrag, doch die Sitzungen zogen sich lange hin, wurden dann immer seltener und hörten schließlich ganz auf. Als Ingres die Dame endlich zu einer letzten Sitzung zu sich gebeten hatte, erschien sie allein. „Wo ist denn Ihr kleiner Junge?“ fragte der Maler.
„In seiner Garnison”, erwiderte sie lächelnd. „Er ist jetzt Leutnant bei den Dragonern.“

_______________________________________________________________________________________30.06.2020

Der Pianist v. Kontski legte großen Wert auf das „von” vor seinem Namen und betonte es bei jeder Gelegenheit. Eines Tages sagte er zu einem Herrn aus seinem Bekanntenkreis: „Wissen Sie, dass mein Familienadel bis auf die Kreuzzüge zurückgeht? Einer meiner Ahnen hat Kaiser Barbarossa begleitet.“
„Auf dem Klavier?“ fragte der andere.

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Der große englische Schauspieler stand in London als König Richard III. auf der Bühne. An der bekannten Stelle, wo der König verzweifelt ruft: „ein Pferd! ein Pferd! ein Königreich für ein Pferd!“ rief ein Rüpel von der Galerie herab: „kann's nicht auch 'nen Esel sein?“ Sullivan erwiderte: „Ja, ja! Kommen Sie nur auf die Bühne!“

_______________________________________________________________________________________27.06.2020

Das Idol der Liebhaber des „Belcanto” war einst Marietta Alboni, eine italienische, mit einem wundervollen Kontraalt begabte Sängerin. Ihr Ruf drang auch zu Meyerbeer, und er wollte sie hören. Zunächst einmal aber war er überrascht von ihrer umfangreichen Taille. Die Alboni wog nämlich annähernd zweihundert Pfund. Schließlich aber erklärte Meyerbeer überwältigt:
„Ein derartiges Phänomen habe ich noch nie gesehen! Ein Elefant, der eine Nachtigall verschluckt hat.“

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Ein junger Schriftsteller beklagte sich bei Alexandre Dumas, dass alle seine Artikel von den Zeitungen zurückgewiesen würden. 
„Und Sie wissen nicht, warum?“
„Ich habe nicht die geringste Ahnung!“
„Aha, meinte Dumas, das ist es also!“

_______________________________________________________________________________________22.06.2020

Nach kurzen Aufenthalten in Wien und Zürich kam der berühmte Pianist Brailowski als junger Mann nach Paris. Er hatte damals eine Nachbarin, die eine öfters raunzende Angorakatze verhätschelte. Eines Tages beklagte sich der Künstler bei ihr, er hätte wegen des Katzengejaules die ganze Nacht kein Auge schließen können. „Ja, was soll ich denn machen?“ versetzte sie ärgerlich. „Soll ich etwa Ihretwegen meine Katze umbringen?“ 
„Nein, nein, Madam”, erwiderte er, „nur stimmen lassen!“

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In der Zeitung „Echo de Paris” kündigte man den Tod des Schriftstellers Allais an. Doch der erfreute sich bester Gesundheit und schrieb der Redaktion: „Ich bin am Leben, und es geht mir sehr gut. Für den Fall, dass ich trotzdem sterben sollte, autorisiere ich Sie, folgende Annonce in Ihrem Blatt zu bringen:

,Wie wir vor 25 Jahren als erste mitteilten, ist Alfons Allais gestern gestorben.‘ “

_______________________________________________________________________________________16.06.2020

Ein Bewunderer begleitete Johannes Brahms zu seiner Wohnung in der Wiener Karlsgasse. Vor dem Haus blieben beide noch etwas stehen, und der junge Verehrer des großen Komponisten sagte nachdenklich:
„Was wird wohl einmal auf einer Tafel an diesem Haus stehen, wenn Sie einst nicht mehr sind, Meister?“
„Wohnung zu vermieten natürlich“, brummte Brahms und verabschiedete sich.

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Ein großer Industrieller sagte zu Mark Twain: „Ehe ich sterbe möchte ich eine Wallfahrt ins Heilige Land unternehmen, den Berg Sinai besteigen und die Zehn Gebote lesen.“
Da habe ich eine bessere Idee”, meinte Mark Twain.” Bleiben Sie in Chicago und halten Sie sie ein.“

_______________________________________________________________________________________13.06.2020

In einem Salon, in dem der junge Paderewski mit kaum acht Jahren die Zuhörer mit seiner frühreifen Virtuosität verblüffte, blieb der Lustspielverfasser Labiche gleichgültig. Einer der Gäste bat ihn, er möchte doch ein nettes Wort an das Wunderkind richten. Labiche stand auf, trat zu dem jungen Pianisten, kniff ihn zart ins Ohr und sagte mit herablassendem Lächeln: „Na, schon fertig, kleiner Radaumacher?“

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Ein angehender, auf der neuen Welle schwimmender kleiner Star wollte sich von einem Pariser Maler porträtieren lassen, aber sie war nicht wenig erschrocken, als man von ihr 2000 Francs Honorar forderte.
„Sie sind ja verrückt! Für derartiges Geld könnte ich mich ja von einem viel berühmteren Maler malen lassen, von einem, der viel bekannter ist als Sie...“
Sie überlegte einen  Augenblick und fuhr dann fort: „Von Rembrandt zum Beispiel!“

_______________________________________________________________________________________09.06.2020

Bei einer Abendgesellschaft, bei der auch Rossini zugegen war, zierte sich eine zum Singen aufgeforderte Dame lange, ehe sie sich nachzugeben entschloss.

„Ach verehrter Meister“, sagte sie, „ich hab ja solche Angst!“ „Na, und ich erst!“ versetzte Rossini.

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Gottfried Keller erhielt eines Tages in seiner Eigenschaft als Staatsschreiber des Kantons Zürich den Brief eines Bürgermeisters , worin dieser sich beklagte, er könne mit einem widerborstigen Bauern nicht fertig werden;
der Mann habe ihm frech erklärt, er solle „ihn am Arsch lecken“.
„Was soll ich tun, Herr Staatsschreiber?“
Keller schrieb an den Rand des Briefes kurzweg: „Ich würde es nicht tun“ 

_______________________________________________________________________________________05.06.2020

Bei einem Aufenthalt in New York nahm Strawinsky ein Taxi. Zu seiner großen Überraschung las er auf dem Schildchen des Wageneigentümers seinen eigenen Namen. „Sind Sie irgendwie mit dem Komponisten verwandt?“ fragte er den Chauffeur.
„Gibt’s denn einen Komponisten, der Strawinsky heißt? Das ist mir ja das Allerneueste! Strawinsky heißt mein Chef. Ich selber habe nichts mit Musik zu tun. Ich heiße Puccini.“

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Der berühmte Wiener Komiker Girardi begegnete eines Tages einem Kollegen, den er nicht leiden konnte. Fröhlich begrüßte ihn der andere: „Das ist ja herrlich, gleich am frühen Morgen einem so prächtigen Menschen wie dir zu begegnen!“ „Ja, ja“, erwiderte Girardi, „du hast eben mehr Glück als ich.“

_______________________________________________________________________________________02.06.2020

Franz Liszt probte mit dem relativ kleinen Orchester  von Altenburg. An einer Stelle klopfte er ab und sagte: „Leiser bitte die Hornstelle, ganz leise!” Bei der Wiederholung aber war der große Meister wieder nicht zufrieden. „Leiser! Zarter bitte!“ Zum dritten Mal erklingt die Passage, wieder nicht nach Liszts Geschmack. Ein wenig ärgerlich ruft er dem Hornisten zu: „Ja, können Sie denn nicht pianissimo blasen?“
„Herr Doktor“, erwiderte der Musiker, „wenn ich pianissimo blasen könnte, wäre ich nicht in Altenburg.“

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Eine Dame sagte eines Tages zu dem Pianisten Wilhelm Kempff: „Es muss doch ungeheuer schwer sein, so spielen zu können wie Sie!“ Kempff erwiderte: „Das ist gar nicht so schwer wie Sie denken.

Man braucht ja nur die richtige Taste zur richtigen Zeit anzuschlagen.“

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Man wollte in Paris zum ersten Mal die „Schöpfung“ von Haydn aufführen. Um diesem Ereignis das notwendige Gewicht zu verleihen, wünschte der Direktor der Oper, die mitwirkenden Künstler sollten in zeitgemäßen Kostümen singen. Daraufhin erhielt er von der für die Partie der Eva vorgesehenen Künstlerin eine empörten Brief: „Mein Herr, ich bin eine anständige Künstlerin und werde niemals einwilligen, nackt zu erscheinen.“

_______________________________________________________________________________________29.05.2020

Dem Komponisten Richard Strauß wurde zu seinem 50. Geburtstag ein Ständchen von der Deutschmeisterkapelle dargebracht. Man spielte den Rosenkavalierwalzer. Strauß bedankte sich und sagte, sie hätten hervorragend gespielt. „Danke, Herr Generalmusikdirektor“, erwiderte der Kapellmeister und fügte hinzu: „Sehn Sie, schreiben kann ja so was jeder, aber spielen! Spielen...das ist eine Sauarbeit!“

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Ein Musikliebhaber äußerte sich in einem Pariser Café begeistert über die Schönheit der Sängerin Henriette Sonntag, die eben zum ersten Mal in der Pariser Oper aufgetreten war. Ein Zuschauer wagte den schüchternen Einwand, Fräulein Sonntag sei in der Tat sehr hübsch, aber eins ihrer Augen sei kleiner als das andere.

„ Ein Auge kleiner!“ rief der Verehrer der Künstlerin, „ein Auge kleiner! Sie haben wohl nicht richtig hingesehen. Im Gegenteil, eins ist größer!“

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Bismarck konnte sich für Richard Wagner nicht begeistern. Bei der einzigen Begegnung der beiden großen Männer sagte Wagner: „Es wäre mein sehnlichster Wunsch, einige Jahre in der Nähe Eurer Durchlaucht wirken zu dürfen.“ - „Sehr schade“, erwiderte Bismarck verbindlich, „aber es besteht leider wenig Aussicht, dass ich nach Bayreuth versetzt werde.“

_______________________________________________________________________________________25.05.2020

Gustav Mahler verbrachte seinen Urlaub gern am Attersee, wo er sich sogar eigens ein kleines „Komponierhäuschen“ errichtet hatte. 1861 hatte Mahler seinen Freund Bruno Walter dorthin eingeladen.

Als dieser nun beim Verlassen des Dampfers ergriffen von dem herrlichen Blick auf das Höllengebirge stehenblieb, zog ihn Mahler am Ärmel weiter und sagte: 

„Sie brauchen sich gar nicht so umzusehen...das habe ich alles schon wegkomponiert“.

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Jemand fragte den berühmten Pianisten Rubinstein: „Was ist wohl das schwierigste, wenn man Klavierspielen lernt?“  Und Rubinstein antwortete prompt: „Die Unterrichtsstunden zu bezahlen.“

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Die Sängerin Adelina Patti konnte sich nicht von der Bühne, der Stätte höchster Triumpfe, trennen. In ihrem 70sten Lebensjahr gab sie endlich ihr Abschiedskonzert, dem auch der Pianist Hans von Bülow beiwohnte.

Ein unentwegter Bewunderer der Sängerin fragte Bülow nach seinem Eindruck.

Er antwortete: „Es war das schönste Asthma, das ich je gehört habe.“

_______________________________________________________________________________________20.05.2020

Ein Bauer kam nach Dresden und wollte in der Hofkirche gern eine Messe hören, denn er hatte schon oft von der schönen Musik in dieser Kirche gehört.
„Was gibt´s denn heute für eine Messe?“ fragte er treuherzig den Messner.
„Eine besonders schöne, eine von Haydn“, war die freundliche Antwort. 
„Was?“ rief der brave Bauer entsetzt. „Schreiben die Heiden jetzt auch schon Messen?“

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Als der Komponist Berlioz auf dem Sterbebett lag, sagte er mit resigniertem Lächeln zu einem Freund:
„Jetzt wird man endlich meine Musik spielen!“

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Am Tag der Befreiung von Paris beging eine englische Familie das Ereignis festlich. Es waren Mitarbeiter von BBC, Schriftsteller und Kunstkritiker anwesend. Die junge Tochter des Hauses setzte sich plötzlich ans Klavier und spielte die „Marseillaise“.
Einer der Geladenen brach in Tränen aus. „Sie sind Franzose, nicht wahr?“ fragte ihn die Gastgeberin gerührt.
„Nein“, seuzte er, „ich bin Musiker.“

_______________________________________________________________________________________15.05.2020

Zu Johannes Brahms kam ein angehender Komponist und bat den berühmten Meister um Prüfung seiner Produktionen. Brahms setzte sich an seinen Schreibtisch und studierte aufmerksam die künstlerischen Hervorbringungen des jungen Mannes. Nach einiger Zeit sagte Brahms nachdenklich: „Sagen Sie mal, wo haben Sie nur dieses wundervolle Notenpapier her?“

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Max Reger spielte in einem Konzert den Klavierpart von Schuberts „Forellenquintett“. Eine begeisterte Bewunderin schrieb ihm daraufhin und schickte ihm ein paar herrliche Forellen. Reger bedankte sich für die große Liebenswürdigkeit und fügte hinzu: „Darf ich Sie übrigens darauf aufmerksam machen, dass wir

demnächst das ,Ochsenmenuett‘ von Haydn aufführen.“

_______________________________________________________________________________________12.05.2020

Eine junge Dame, die wohl das Zeug zu einer Pianistin in sich zu haben glaubte, erschien bei Franz Liszt in Weimar und bat, ihm vorspielen zu dürfen. Als sie das von ihr ausgewählte Klavierstück schlecht und recht beendet hatte, fragte sie schüchtern den berühmte Meister, welchen Weg sie weiter verfolgen solle. Liszt trat zu ihr, legte ihr mit milde väterlichem Lächeln die Hand auf das blonde Haupt und sagte:

„Heiraten Sie, liebes Kind!“

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Eines Tages begleitete A. Dumas Rossini bis zu dessen Wohnung, die dicht bei einem Bahnhof lag.
Dumas fragte, ob denn die Pfiffe der Eisenbahnzüge ihn nicht störten.
„Mein Lieber, wenn man die Pfiffe bei der Erstauffürung ,meines Barbier von Sevilla‘ gehört hat, stören einen die kleinen Pfiffe der Eisenbahn überhaubt nicht.“

_______________________________________________________________________________________08.05.2020

Im Verlauf einer Probe des N.B.C.-Orchesters vergriff sich der Harfenist, der in dem betreffenden Stück nur einen einzigen Ton anzuschlagen hatte. Toscanini ließ also die Stelle wiederholen. Zum zweiten Mal zupfte der Harfenist die falsche Saite. Wütende Blicke Toscaninis. Er lässt nochmals wiederholen, aber der Harfenist ist nun bereits so nervös geworden, dass er wiederum danebengreift. Zornbebend wirft Toscanini den Taktstock hin und stürmt aus dem Saal.
Am Aufführungsabend nimmt der Harfenist still und mit scheuen Blicken Platz unter seinen Kollegen. Er zieht die Schutzhülle von seinem Instrument...Alle Saiten sind entfernt, bis auf eine, die richtige. 

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Der Komponist Max Reger war von einem Kritiker fürchterlich verrissen worden. Reger schrieb ihm daraufhin: „Geehrter Herr, ich sitze im kleinsten Raum meiner Wohnung und lese Ihre werte Kritik…
Noch habe ich sie vor mir…“
                                                                                                                                          Hochachtungsvoll
                                                                                                                                          Max Reger

_______________________________________________________________________________________04.05.2020

 

Für Richard Strauß wurde in Wien eine Büste enthüllt. Der Künstler war selbst bei der Feierlichkeit zugegen. 

Da trat eine junge, stark dekolletierte Dame zu ihm und sagte „Hochverehrter Meister, ich bin 500 km gereist, um an der Enthüllung Ihrer Büste teilnehmen zu können.“ - „Das ist mir eine außerordentliche Ehre“, erwiderte Strauß; „ich würde bestimmt 1000 km fahren, um der Enthüllung Ihrer Büste beizuwohnen.“
 
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Einer der bedeutendsten Musikkritiker seiner Zeit war Eduard Hanslick in Wien. So scharf und unbestechlich aber sein Urteil in Kunstfragen war, so liebenswürdig gab er sich als Gesellschafter. Eines Abends war er Gast eines Wiener Neureichen. Nach dem üppigen Mahl nahm die Hausfrau Hanslick am Arm und zog ihn ins Musikzimmer. Hier ließ sie sich am Klavier nieder und sagte: „Sie lieben doch gute Musik, Herr Professor ?“ Gemütlich antwortete er: „Das macht nichts. Spielen Sie nur.“
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